Pressemitteilung vom 09.12.2003
Die Freiburger Jungen Liberalen (JuLis) starten am Samstag, den 13.12. eine Aktion zum Thema Studiengebühren. Ab 12:00 Uhr ist die Jugendorganisation mit einem Info-Stand in der Kaiser-Joseph-Straße, Ecke Münsterstraße präsent. Dabei werden die JuLis unter dem Motto „jetzt studieren – später zahlen“ auf den Nutzen des von ihnen vertretenen Modells nachgelagerter Studiengebühren hinweisen. Dieses sieht vor, dass sich Studierende nach Abschluss ihres Studiums mit einem moderaten Beitrag an den Kosten ihrer Ausbildung beteiligen, sobald sie aufgrund ihrer erlangten Qualifikation ein gewisses Einkommen beziehen. Die Abbezahlung der Gebühren, die bis zu 1000 € pro Semester betragen sollen, erfolgt ratenweise.
Nach Auffassung des Kreisvorsitzenden Nils Meppen dient dies der besseren Unibildung aller und der sozialen Gerechtigkeit: „Andere Berufe zahlen für Aus- und Weiterbildung schon längst teilweise horrende Geldsummen. Da ist es sinnvoll, dass Hochschul-Absolventen, die wegen ihres Studiums viel Geld verdienen, der Universität für ihre Ausbildung Geld zurückzahlen. Wenn wir dieses Geld in Raten über mehrere Jahre hinweg einfordern, wird das niemanden übermäßig belasten. Durch die nachgelagerte Erhebung der Gebühren wird zudem ein sozialer numerus clausus verhindert.“
Daneben werden diese Zahlungen, die den Universitäten direkt zufließen müssen, auch deren Finanzausstattung verbessern: „Die Unabhängigkeit der Hochschulen wird dadurch gefördert und es entsteht ein Wettbewerb um die Studierenden. Dadurch müssen die Universitäten ihren Kunden mehr Leistung und Ausstattung bieten als heute. Davon profitieren die zukünftigen Studierenden,“ so Meppen.