Pressemitteilung vom 04.01.2004
Die Jungen Liberalen (JuLis) Freiburg sprechen sich für ein gernerelles Verbot des Tragens religiöser Symbole für Lehrer im schulischen Unterricht aus. Einen entsprechenden, ursprünglich aus dem Freiburger Kreisverband stammenden, Antrag stellen die Jungen Liberalen Baden-Württemberg auf dem Dreikönigsparteitag der FDP am 05.01.2003. Sollten die Delegierten des Parteitags diesem Antrag folgen, erwarten die JuLis von den Mitgliedern der FDP-Landtagsfraktion, für eine dementsprechende Änderung des Gesetzentwurfs der Landesregierung im Parlament Sorge zu tragen.
Nils Meppen, Kreisvorsitzender der JuLis, erklärt dazu: “Der Staat muss in religiösen Fragen neutral sein, besonders wenn es um die Erziehung von Kindern geht. Das lässt sich nur erreichen, wenn der Staat keine religiösen Symbole in Schulen zeigt. Es ist eine Illusion zu glauben, dass man die Schule zum Präsentationsort aller Religionen machen kann. Es ist aber auch Heuchelei Kreuze aufzuhängen und andere Symbole wie Kopftücher zu verbieten.”
In diesem Zusammenhang stimmt die FDP-Jugendorganisation ausdrücklich Bundespräsident Johannes Rau zu. Dieser wies mit seinem Aufruf zur weltanschaulichen Neutrailität des Staates und zur Gleichbehandlung der Religionen auf wichtige Güter hin, die bei dem geplanten Gesetz in Baden-Württemberg außen vor bleiben.