Pressemitteilung vom 30.12.2002
„Wir brauchen keine Schwarzmalerei“
Wenige Tag vor dem traditionellen Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart zeigen sich die Jungen Liberalen (Julis) irritiert über die Aussagen des stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden, Walter Döring in der Bild am Sonntag. Döring hatte die Lage der FDP unter anderem als dramatisch bezeichnet und den Parteichef indirekt unter Druck gesetzt.
Der Kreisvorsitzende der Julis, Christoph Sprich, äußerte dazu: „Wir brauchen im Moment weder Schwarzmalerei noch eine Führungsdebatte, die in den eigenen Reihen losgetreten wird. Nur weil einige Umfragewerte derzeit nicht gerade „berauschend“ seien, so Sprich weiter, dürfe man nicht den Fehler begehen, wieder übereinander herzufallen und sich gegenseitig unter Druck zu setzen. Der von der FDP eingeschlagene Weg der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit, gepaart mit dem Willen nach echten und tief greifenden Reformen, sei richtig und werde mittel- bis langfristig zum Erfolg führen.
Anders als Döring sehen die Julis Schröders Aufgreifen liberaler Positionen nicht als Bedrohung. „Wenn Schröder nach Monaten und Jahren des Chaos und des politischen Stillstands nun zu begreifen beginnt, dass man das Land nur mit liberalen Konzepten aus der Krise führen kann, so ist das für die FDP eine Bestätigung ihrer Programmatik und ihres Kurses. Daher muss es jetzt die Aufgabe von uns allen sein, die Menschen davon zu überzeugen, dass das Original immer besser ist als die Kopie.“
Zusammen mit dem Landesvorsitzenden der Julis, Tim Lucas, mahnte Christoph Sprich alle Beteiligten zur Ruhe und zur Geschlossenheit, damit das Dreikönigstreffen erfolgreich verlaufen und die FDP wieder wie zu Beginn des Jahres 2002 das Vertrauen der Bürger gewinnen könne.