Pressemitteilung vom 23.04.2004

JuLis zu Graffiti-Freiflächen

Die Freiburger Jungen Liberalen (JuLis) begrüßen, dass die Stadt Flächen zur legalen Betätigung von Sprayern zur Verfügung gestellt hat. Dazu erklärt der Jungliberale und FDP-Kandidat zur Gemeinderatswahl (Listenplatz fünf), Christoph Glück: „Graffiti muss als Teil der Jugendkultur begriffen und akzeptiert werden. Insofern ist der eingeschlagene Weg richtig: Sprayer, die sich künstlerisch betätigen möchten, sollten auch die Möglichkeit haben dies zu tun, ohne sich dabei in der Illegalität zu bewegen.“

Trotz dessen dürfen laut Glück die negativen Seiten des Themas Graffiti nicht außer Acht gelassen werden: „Es ist unbestritten, dass durch Sprayer ein großer Schaden entsteht, nicht nur ästhetischer sondern vor allem auch finanzieller Art. Gerade auch für Privatpersonen ist dies zum Teil sehr ärgerlich, insbesondere so genannte ‘Tags’, also Schriftzeichen, mit denen sich einzelne Sprayer an Hauswänden verewigen. Mit der Bereitstellung von legalen Flächen für Graffiti muss daher ein entschiedeneres Vorgehen gegen weiteres illegales Sprayen einhergehen. Hierbei handelt es sich schlichtweg um Sachbeschädigung, die entsprechend strafrechtlich verfolgt werden muss.“

Eine Beschränkung auf die nun ausgewisenen Flächen sei schließlich im eigenen Interesse derjenigen Sprayer, denen es wirklich um eine künstlerische Betätigung gehe: „Nur, wenn es gelingt, die Beschädigung von Privateigentum erfolgreich zu bekämpfen, wird es langfristig auch eine größere Akzeptanz für Graffiti geben und dies womöglich an weiteren, auch exponierteren Plätzen in Freiburg, legalisiert werden,“ so Christoph Glück weiter.