Pressemitteilung vom 16.01.2004

JuLis kritisieren geplante Studenten-Streiks in Freiburg

Die Freiburger Jungen Liberalen (JuLis) kritisieren die geplanten Uni-Streiks in Freiburg, die am 20.01. beginnen sollen. Das Motto des Streiks auf der Webseite des U-Asta lautet: „NEIN zu Studiengebühren jeder Art! NEIN zu Sozial- und Bildungsabbau! Alles für alle!“

Dazu äußert der Kreisvorsitzende der JuLis, Nils Meppen: „Dieses Motto sagt viel über die irrealen Vorstellungen der Organisatoren aus. Im Rahmen einer ehrlichen Diskussion über die Kosten der Bildung kann man neue Ideen wie beispielsweise nachgelagerte Studiengebühren nicht aus ideologischen Vorbehalten kategorisch ablehenen. Ebenso ist es in der heutigen Zeit nicht möglich, jedes Sparen in den Sozialsystemen zu vermeiden. Was letztere bei diesem Streik zu suchen haben, ist ohnehin sehr fraglich und deutet an, dass hier die Uni zum Teil instrumentalisiert werden soll, um die links-irrealen Vorstellungen der Organisatoren ins Blickfeld zu rücken. ‚Alles für alle’ muss in der heutigen Zeit kaum mehr kommentiert werden, deutet aber an, dass die angeblichen Studentenvertreter in einer sozialistichen Traumwelt leben.“

Die JuLis sehen zwar ebenfalls großen Handlungsbedarf in der Bildungspolitik, halten eine solche Aktion jedoch für den falschen Weg, um die Uni-Bildung zu verbessern. Es wäre geradezu widersinnig, wenn streikende Studenten ihre Kommilitonen – wie in Berlin geschehen – am Unibesuch hindern würden: „Dadurch wird verhindert, dass die Studenten das letzte bisschen Bildung erhalten, das ihnen die Universitäten zu bieten haben,“ meint Nils Meppen. Besonders rücksichtslos sei dieses Vorgehen der angeblich so solidarischen Studentenvertreter, wenn man bedenke, dass für viele Studenten die Examensvorbereitung, die im Moment beispielsweise bei den Juristen anliegt, empfindlich gestört werde. Da derartige Streikideen zudem in schöner Regelmäßigkeit alle paar Jahre wiederholt würden, zeige dies auch die Ideenlosigkeit der Asten und U-Asten: „Die Idee hat sich abgenutzt, ohne durchschlagende Erfolge zu bringen,“ so Meppen.