Pressemitteilung vom 15.02.2008
Freiburg. Die von den Grünen eingebrachte Fraktionsanfrage hinsichtlich einer generellen Solarpflicht nach Marburger Vorbild halten die JuLis Region Freiburg für umweltpolitisch verfehlt. „Umweltbewusstsein lässt sich nicht durch eine städtische Verordnung in die Köpfe der Bürger pflanzen. Es muss aus dem Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen entstehen“, so der JuLi-Kreisvorsitzende Hartmut Hanke. „Gerade die Solarstadt Freiburg zeigt, dass eine umfassende Nutzung regenerativer Energien auch auf freiwilliger Basis erreicht werden kann.“ Es sei deshalb ein umweltpolitischer Rückschritt, wenn das Engagement der Bürger beim Umweltschutz, das bisher auf Freiwilligkeit und Verantwortungsbewusstsein fußt, nun durch eine Verordnung erzwungen werden soll.
Die JuLis sehen zudem die Gefahr, dass andere Maßnahmen zur CO2-Einsparung einer zu engstirnigen Fokussierung auf die Solartechnik zum Opfer fallen. „Egal ob nun Solartechnik, Windkraft, Geothermie oder Wasserkraft – entscheidend muss sein, was vor Ort die höchste Energieeffizienz und CO2-Einsparung verspricht“, so Hanke. So könne beispielsweise im Bereich der Wärmedämmung mit weniger Aufwand eine höhere Energieeinsparung erzielt werden. Die JuLis bemängeln, dass insbesondere öffentlichen Gebäude in Freiburg und Umgebung weder hinsichtlich Solartechnik, noch hinsichtlich ihrer Wärmedämmung zum Vorbild taugen. Hier wäre es wünschenswert, wenn die Stadt ihr Engagement ausbaut und mit gutem Beispiel vorangeht.